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Fakten & Checklisten

Die folgenden Zahlen sprechen für sich. Dennoch wollen wir euch keine Angst machen, sondern Klartext reden und euch Tipps mit auf den Weg geben.

Unfallstatistik und Zahlen

Nur zwei Prozent der auf den Schweizer Strassen gefahrenen Kilometer werden von Motorradfahrern zurückgelegt – und doch sind 30 Prozent der bei Verkehrsunfällen schwer verunfallten Menschen Biker. Im Jahr 2015 waren es 1200 Schwerverletzte; hinzu kamen 50 Motorradfahrer, die ihr Leben verloren. Insgesamt verletzen sich pro Jahr rund 13'000 Biker (inkl. Dunkelziffer).

Obwohl die Zahl der Biker unter den Schwerverletzten und Getöteten im Strassenverkehr im letzten Jahrzehnt zurückgegangen ist, bleibt das Unfallrisiko überproportional hoch. Dabei ist es keineswegs so, dass die Motorradfahrer die Hauptschuld tragen. Auswertungen der bfu zeigen: Wenn ein Motorrad mit einem Auto kollidiert, ist der Autolenker in rund zwei Drittel der Fälle ganz oder zumindest teilweise schuld. Aber selbst in diesen Fällen kann der Biker viel zur eigenen Sicherheit beitragen.

Vortrittsmissachtung von Kollisionsgegnern

Die Hälfte aller Kollisionsunfälle kann darauf zurückgeführt werden, dass das Vortrittsrecht des Bikers missachtet wurde. In aller Regel geschieht das natürlich nicht mit böser Absicht. Vielmehr werden die Motorradfahrer aufgrund der schmalen Silhouette eines Töffs einfach übersehen oder viel zu spät erkannt wird.

Schleuder- und Selbstunfälle

Rund ein Drittel aller polizeilich registrierten schweren Motorradunfälle sind Alleinunfälle. Die häufigste Ursache ist die Geschwindigkeit. Dabei ist aber nicht das Überschreiten der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit das Hauptproblem, sondern das Nichtanpassen an die Linienführung oder die Strassenverhältnisse. Tödlich enden Alleinunfälle vor allem, wenn Biker mit Hindernissen auf oder abseits der Fahrbahn kollidieren. 

Ob selbst schuld oder nicht; Sicherheitsreserven bewusst einbauen und die Geschwindigkeit nicht ausreizen ist das A und O.